Schlosskapelle, Haimhausen

Das Schloss Haimhausen wurde im Jahr 1660 nach einem Brand neu errichtet. Unter der Leitung von François de Cuvilliés d. Ä. wurde auch die im Schloss untergebrachte, über zwei Geschosse reichende spätbarocke Schlosskapelle Salvator Mundi, 1746 errichtet. 

Der viersäulige Hochaltar mit Geißelheiland und Dreifaltigkeitsgruppe, die beiden Seitenaltäre und die Kanzel sowie der gesamte Stuckdekor sind ein Werk des Aegid Verhelst und seiner beiden Söhne Placidus und Ignaz Wilhelm. Die nahezu vollständig original erhaltene Orgel der Schlosskapelle wurde 1736 von dem Orgelbauer Quirin Weber erbaut. Das Deckengemälde, 1750 datiert, zählt zu den Hauptwerken des Freskanten und Augsburger Akademiedirektors Johann Georg Bergmüller.
Nach umfangreichen Voruntersuchungen und Vorbereitungsmaßnahmen wurde die Schlosskapelle unter strengen Auflagen und in Abstimmung  des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege aufwendig restauriert.
Das Tragwerk der Empore musste revitalisiert und der Orgelbereich überholt werden. Es wurde ein bauphysikalisches Konzept erarbeitet, um die Kapelle zur Vermeidung von Feuchteschäden beheizen zu können.

Durch ein Einblasverfahren wurde das Gewölbe gedämmt. Um die Konvektion und damit verbundene Staubverwirbelung möglichst gering zu halten, wurde eine träge Fußbodenheizung ausgeführt. Die Einbauten wurden gesichert, der historische Bodenbelag aufgenommen und nach Einbau einer Fußbodenheizung wieder verlegt. Verglasung und Spiegelarbeiten wurden überarbeitet und ergänzt. Das Deckenfresko wurde über einen Zeitraum von insgesamt zwei Jahren restauriert.

Im August 2009 wurde zusätzlich die historische Schlossbrücke ertüchtigt und restauriert.

Bauzeit: Mai 2008 – Juni 2010

Bauherr:
Bavarian International School e.V.
Schloss Haimhausen
Hauptstraße 1
85778 Haimhausen